vbw-Onlinekongress: Resilienz der bayerischen Wirtschaft nach Corona

11.09.2020

Am 10.09.2020 habe ich am Onlinekongress der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft vbw zu wirtschaftspolitischen Fragen im Zusammenhang mit Corona teilgenommen. 

Die Resilienz der bayerischen Wirtschaft, insbesondere im Hinblick auf Zulieferungen aus dem Ausland, war Thema der Veranstaltung.

vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt betonte, dass die internationalen Wertschöpfungsketten neu austariert werden müssten, dass es aber keinesfalls zu einer De-Globalisierung kommen dürfe. Gleichwohl biete die Corona-Pandemie die Chance, den Produktionsstandort Deutschland und Bayern zu revitalisieren, denn nur ein wettbewerbsfähiger Standort sei ein resilienter Stadort.

Ich unterstrich in meinem Beitrag die Strategie der Staatsregierung zur Bewältigung der Pandemie, die durch Vorsicht und Umsicht geprägt sei. Die bayerische Staatsregierung arbeite intensiv an der Stärkung der Resilienz des Freistaats, einerseits z. B. durch den Aufbau eines Zentrallagers für kritische Güter, andererseits durch eine stetige Verbesserung der Standortbedingungen.

Die Studie Verbesserung der Resilienz der bayerischen Wirtschaft wurde von Dr. Michael Böhmer, Head of Corporate Solutions der Prognos AG vorgestellt. Die Studie analysiert die Verwundbarkeit der Branchen in Bayern infolge einer Abhängigkeit von ausländischer Wertschöpfung und Importen und stellt diese in Zusammenhang mit der gesamtwirtschaftlichen Bedeutung dieser Branchen.

Jürgen Müller, Geschäftsführer der PARI MEDICAL HOLDING GmbH aus Starnberg berichtete aus der unternehmerischen Praxis. Vor allem in den ersten Monaten der Corona-Pandemie habe es große Probleme bei der Lieferung von Vorprodukten gegeben. Als Folge der Pandemie aber auch angesichts des zunehmenden Prozektionismus werde man die internationale Aufstellung überdenken.