Besuch in der Genuss.Erlebniswelt der Metzgerei Keller in Langenbach

04.09.2017

 

Am 29.08.2017 hat der CSU-Ortsverband Langenbach unter der Führung der Vorsitzenden Dr. Dorothee Fremann einen Besuch bei der Metzgerei Keller und eine anschließende Vortrags- und Diskussionsveranstaltung organisiert.

Besonderer Gast war meine Landtagskollegin Angelika Schorer, die Vorsitzende des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten im Bayerischen Landtag. Unser Bundestagskollege Erich Irlstorfer, der die Veranstaltung angeregt hatte, musste sich leider wegen eines Todesfalles in der Familie entschuldigen.

Die Betriebsführung durch die Feinkost-Metzgerei Keller, ermöglichte Einblicke in das Handwerk einer fleischverarbeitenden Metzgerei und vermittelte höchste qualitative Ansprüche an die Ausstattung und Abläufe.

Jeder der Teilnehmer musste sich in weiße Einmalarbeitskleidung kleiden, Haube und Schuhüberzieher anziehen, die zusätzlich in einer Reinigungsstraße gereinigt wurden, bevor jeder Teilnehmer in  die „reine“ Seite der Produktion eintreten durfte.

Das Thema Arbeitsschutz wird hoch angesetzt. Jeder Metzger muss bei Fleischsomelier Augustin Keller eine stich- und schnittfeste Schürze und Handschuhe tragen, damit Verletzungen vermieden werden. Eindrucksvoll zur Arbeitserleichterung war eine Spülmaschine zu sehen, die in einer Stunde bis zu 400 Plastikkörbe spült. An einem Arbeitstag werden für die Produktion und Abläufe der Metzgerei 500 - 600 Plastikkörbe eingesetzt.

Fleischsomelier Augustin Keller zeigte bemerkenswert auf, was der fünfte Geschmackssinn Umami ist und warum bei nicht einsetzen von Glutamat die Produkte als nicht gut bezeichnet werden, weil der Geschmackssinn wohlschmeckend nicht bedient wird. Wir kennen salz, süß, bitter, sauer, als die Geschmackssinne, Umami belegt den Geschmackssinn wohlschmeckend, würzig. 

Im anschließenden Dialog mit Angelika Schorer wurde schnell klar, dass immer mehr Regularien durch nationale und europäische Gesetzgebung für die Fleischverarbeitung umgesetzt werden müssen, die es dem Handwerk in der Fleischverarbeitung sehr schwierig machen, die dazu nötigen Investitionen zu tätigen.

Herr Keller warb im Dialog mit Frau Schorer für das Verständnis beim Konsumenten, dass nicht täglich zu jeder Zeit alle Produkte immer ausreichend vorhanden sein können und die Qualität im Handwerk auch einen anderen Preis erfordern. Fehlendes qualifiziertes Personal, bzw. fehlende Wertschätzung von Ausbildungsberufen, wie für den Metzger oder Fachverkäufer, führen zu Problemen in der Personalsuche. Vorhandenes Personal ist motiviert und engagiert und wird durch Überstunden belastet durch höhere Besteuerung, weshalb die Forderung einer kalten Progression bei der Besteuerung von Überstundenausgleich diskutiert wurde.

Es war ein sehr interessanter Nachmittag und Abend in der Metzgerei von Augustin Keller in Langenbach: Ein hoch-moderner Vorzeigebetrieb, der aber auch vor Augen führt, welche Verantwortung unsere mittelständischen Handwerksbetriebe übernehmen und welche überragende Bedeutung ihnen in unserer Wirtschaft zukommt. 

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